Wenn ich wieder ein kleines Mac Programm brauche, suche ich es entweder auf versiontracker oder auf der Apple Homepage. Bei Web Applikationen war ich bis jetzt auf Kollegen angewiesen, die mir Tipps gaben, was es so gibt. Per Zufall, besser gesagt über diesen Promofilm via Innovateordie, bin ich auf Simple Spark gestossen.
Simple Spark ist ein Archiv für Web Applikationen inklusive Bewertung und Kategorien. Aktuell sind knapp 8500 Applikationen gelistet. Die meisten sind unbekannt, was aber nicht heisst, das sie nicht gut sind. Zur Kategorie Video werden knapp 1000 Apps angezeigt. Nicht schlecht, oder? Ein guter Fundus für alle Online Süchtigen.
Wer selber eine Web Applikation entwickelt hat, unbedingt da drauf stellen.
Für jeden Marketeer sind Trends wichtig und diese zu erkennen gar nicht so schwierig. Einfach Augen offen halten und Neugierig sein. Jeder kann Trendscout sein und Trends erkennen. Sogar ich.
Reinier Evers von Trendwatching.com hat sich genau diese Idee zu seinem Business Modell gemacht. Über 8000 Trendscouts, die gegen kleine Geschenke, tagtäglich Neues aus der ganzen Welt via Mail in die Zentrale nach Amsterdam melden, erlauben Trendwatching.com einen monatlichen Trendreport genannt Briefing tonnenweise mit konkreten Beispielen via Newsletter zu versenden, was wiederum neue Trendscouts, neue Leser und damit neue Kunden bringt. Das perfekte Beispiel für Crowdsourcing.
Der aktuelle Newsletter zeigt, wie persönliche Geschichten zur Marke die Kunden zu Insidern machen und damit zu Markenbotschaftern. Empfehlungsmarketing vom feinsten. Unbedingt den Newsletter abonnieren.
Ich hatte schon zweimal Gelegenheit Reinier Evers bei einer Präsentation zu erleben. Wow, der ist gut. Er zeigt mit wenigen ausgezeichneten Charts, worum es bei Trends geht, vor allem wie einfach man Trends erkennen kann. Sehr empfehlenswert. Leider habe ich keine öffentliche Präsi oder Film gefunden.
Prädikat: sehr empfehlenswert.
Übrigens, ich gehöre seit heute auch zu seinen über 8000 Trendscouts.
Wenn ich von den Ferien zurück komme, habe ich meist einen Stapel Zetteli, wie Eintrittskarten, Visitenkarten der Restaurant, Quittungen, Fotos vor mir. Ich packe diese dann in die Schublade und vergesse sie. Wie soll ich das sonst ordnen? In eine Album einkleben?
Ein Tipp eines Freundes führte mich zu Everynote. Everynote ist eigentlich sehr simpel, aber das ist ja heute die Stärke von guten Tools. Everynote ermöglicht das Archivieren, dieser kleinen Notizen aus den Ferien und das mit sehr wenig Aufwand, denn es bietet folgende Features an:
Webcam Integration
Synchronisation lokal mit Web und anderen Rechnern und sogar Handys. iPhone folgt.
Texterkennung, so dass Fotos von Visitenkarten und Quittungen etc., nicht im Detail getaggt werden müssen
Nicht nur Fotos/Scanns von offline Dingen können gesammelt werden, sondern auch Teile von Webseiten inkl. Links und alle Arten von elektronischen Dokumenten. So hat man alles an einem Ort, eben in der elektronischen Schublade. Aber leichter zu finden.
In Kombination mit Skitch können die Bilder/Scanns mit Markierungen angereichert werden. Hier die Demo.
Ich bin fasziniert von diesen Tools. Ob ich es regelmässig nutzen werde, ist noch offen. Das offline Zeug in die Schublade zu werfen, ist halt immer noch einfacher.
Ich freue mich schon drauf, wenn beide Tools auf dem iPhone vefügbar werden. Dann kann ich den Zettelberg da lassen und muss ihn nicht sammeln. Vielleicht ist das der ultimative Motivator für die Nutzung, dieser Tools.
Dieses Tool ist für mich eines der besten Beispiele, wie die Digitalisierung unsere Form der Ablage, der Organisation von Informationen verändert. Das Buch dazu heisst „Everything is Miscellaneous“. Dieser Buchtipp folgt asap.
Von Twitter habe ich vor mehreren Monaten das erste Mal gehört. Ich dachte mir, wozu das wohl wieder gut sein könnte und betrachtete Twitter als eine Art Web-SMS, was es ja im Prinzip ja ist. Seit damals bin ich weitere Male über Twitter gestolpert und wurde langsam neugierig. Ich merkte, das ganz wenige in meinem Umfeld Twitter zu nutzen begannen und habe beim Bloglesen von FredCanazza.net (sehr empfehlenswert!) realisiert, was Twitter eigentlich ist.
Twitter ist das Instrument, um meine Freunde und Bekannte über das zu informieren, was ich tue, denke und plane. Egal auf welchem Kanal, sei das SMS, Web oder Chat. Die Mitteilungen sind maximal 140 Zeichen lang. Aber lassen wir doch die Profis Twitter erklären:
Um nicht ständig die Twitter Website aufzurufen habe ich ein Gadget für mein iGoogle gefunden. Es heisst Betwittered und läuft auf Mac. Wer sehen will, was ich tue, auf Twitter nach Vanija suchen.
Es gibt tonnenweise Tools, Gadgets, Plugins für Twitter und auch viele ähnliche Services.
Jetzt muss ich nur noch meine Freunde dazubringen, Twitter zu nutzen. Das wird der schwere Teil der Arbeit. Aber Twitter boomt im Moment, so dass mit etwas Geduld und Glück bald alle sowieso twittern. Auf Facebook ist ja auch jeder drauf.
Vor kurzem ist die Studie Mach Basic 2008-1 der WEMF AG publiziert worden. In der Mach (Markt Analyse Schweiz) werden die Leserzahlen der Schweizer Printlandschaft erforscht und für die Planung der Medienpläne für die Werbekampagnen zusammengefasst. Ein paar Angaben dazu:
Grundlage für die aktuellen Zahlen ist die Befragung die zwischen Oktober 2006 und September 2007 durchgeführt wurden. Publikation war 25. März 2008.
Die Mach Basic 2008-1 erfasste nur knapp 400 der total geschätzten 5000 Printerzeugnisse der Schweiz, weil die Teilnahme an der Studie nicht ganz billig (bis zu mehreren CHF 10′000.-) ist und mehrere Bedingungen wie z.B. Erscheinungshäufigkeit daran geknüpft sind.
Mach Basic ist die Grundlagenstudie der Schweizer Printlandschaft, die Bibel der Printplaner der Werbekampagnen.
Logischerweise sind vor allem die grossen bekannten Titel, die vor allem von den grossen Medienkonzernen herausgegeben werden, in der Mach Basic enthalten.
Die Mach Basic deckt schätzungsweise 2/3 des gesamten Printlesermarktes ab.
Die Mach Basic zeigt in dieser Ausgabe 2008-1 die Veränderung der Printmedienlandschaft auf, die sich die wenigsten vor 5 oder 10 Jahren vorstellen konnten:
Jeder dritte Leserkontakt ist eine Gratiszeitung. Tendenz weiter steigend.
Fach und Special Interest Presse haben es immer schwerer im Markt, wird immer weniger gelesen.
Die einzelnen Teilmärkte fragmentieren sich zunehmend. Der Sonntag wird regionaler z.B. Südostschweiz, Gratiszeitungen werden themenspezifischer z.B. Cash daily
Kleinanzeigen sind nur noch ein Service, aber kein Business mehr. Diese sind praktisch ganz ins Internet gewandert. Wer sucht schon im Tagi eine Wohnung?
Die sich ständig ändernden Titel machen die Vergleichbarkeit immer schwieriger: Punkt.ch und News sind neue Titel bei den Gratiszeitungsen innerhalb eines Jahres.
Ich würde dazu noch behaupten, dass
die Konzentration bei Zeitunglesen nachgelassen hat, ist nur noch eine Nebenbeschäftigung beim Zugfahren, TV-Schauen, SMSlen, etc.
die Gesamtzahl der Leser sogar zugenommen hat, dank der immer grösseren Verfügbarkeit der Zeitung. Sie ist bereits im Tram, etc.
immer mehr Nischentitel aus dem Low-Cost Bereich auf den Markt kommen. Diese sind erfolgreich in Ihrer Nische, haben aber einen kurzen Lebenszyklus und sterben genaussoschnell, wie sie geboren werden. Ursache, es ist einfacher einen Titel auf den Markt zu werfen.
die Kombination von Internet & Print für Special Interest & Fachthemen ist der Schlüssel zum Erfolg. Internet für Suche, Tipps, Rankings, Diskussion, Newskurzfutter und Print für Reportagen, Bildwelten, Hintergrundberichte und natürlich Anzeigen.
Titel im Top-Segment wie das DU, Hochparterre, Vinum, etc bald eine Renaissance erleben werden, weil es IN ist, diese zu lesen. Das Lesen dieser Lektüren wird zum Genuss.
Ich finde es spannend zu sehen, wie sich Trends abzeichnen und bin gespannt, ob meine Einschätzung richtig ist.
Als Abschluss noch eine kleine Anekdote zur Mach Basic:
Es gab einmal das Magazin „SexAnzeiger“, dieser hatte weniger Leser als verkaufte Auflage. Anscheinend sagen Leser bei der Befragung nicht immer ganz die Wahrheit und der Blick hat vielleicht ein paar Leser währen die NZZ ein paar Leser weniger hat.
Ich bin ein absoluter Fan von Filmchen, die einem erklären, wie was geht. Hier ein ausgezeichnetes Exemplar, wozu RSS Feeds gut sind (in plain englisch):
Es gibt noch 2 weitere Möglichkeiten, die nicht erwähnt werden, aber noch einfacher sind, um RSS Feeds zu sammeln:
Die Europäsche Union (EU) ist in den letzten Jahren ziemlich gewachsen und zählt heute 27 unabhängige Staaten. Weitere werden dazukommen. Die Schweiz zählt heute 26 Kantone (Halbkantone mitgerechnet). Ein gute Ausgangslage, um ein paar geschichtliche Gemeinsamkeiten aufzuzeigen.
Das Bündnis der alten Eidgenossenschaft, der 3 Waldstätte wuchs in den folgenden 330 Jahren um weitere 10 Partner zu. Der lose Staatenbund im Herzen von Europa hatte an Grösse gewonnen und konnte nicht mehr von den umliegenden Mächten ignoriert oder einfach überrollt werden. Mit der Reformation, beginnend 1516, war die Wachstumsphase vorbei.
Die EU wuchs in nur 35 Jahre von 6 Staaten auf 12 Staaten und integrierte in dieser Zeit 3/4 von Westeuropa in den Staatenbund.
Der Umbruch von aussen
Die Reformation ab 1516 bis 1712 mit Zwingli in Zürich und Calvin in Genf spaltete die Kantone in katholische und reformierte Gebiete auf. Religion stand im Vordergrund.
Mit der Wende 1988 der DDR und der Auflösung des Ostblocks änderten sich die Grundfesten der EU. Plötzlich war eine grosse Bedrohung weg und gesamte Weltbild änderte sich.
Die Integration
Um 1800 dank der Franzosen unter Napoleon zu einem modernen Staat umgebaut. Der Schweizer Franken wurde in der ganzen Schweiz eingeführt, die erste Verfassung wurde geschrieben und alle Gebiete wurden gleichgestellt.
1995 bzw 2002 führte die EU den Euro in den meisten Ländern ein, das Schengener Abkommen baute die Personengenzkontrollen ab und versuchte eine Verfassung einzuführen.
Weiteres Wachstum
Die Schweiz wuchs nicht mehr, obwohl 1919 das Vorarlberg sich als weiteren Kanton anbot. 1979 spaltete sich der Kanton Jura vom Kanton Bern ab. Das sich Liechtenstein mal an die Schweiz anschliesst, bezweifle ich.
Durch den Mauerfall hatten plötzlich die Staaten in Osteuropa die Möglichkeit der EU beizutreten. Innert 15 Jahren nach der Wende traten 12 neue Staaten der EU bei. Die EU verdoppelte fast die Zahl der Staaten auf 27.
Wohin steuert die Schweiz und wohin die EU?
In Europa sind weitere Beitritte an die EU geplant. Es bleiben aktuell nur noch wenige Europäische Staaten, die weder in der EU sind, noch nicht beitreten wollen und den Euro nicht als offizielle Währung nutzen. Das sind:
Die Schweiz hat eine Stabilität erreicht, die einmalig in der Welt ist. Direkte Demokratie, Freiheit, Wohlstand sind Errungenschaften auf die wir nicht verzichten wollen.
Fazit
Was die Schweiz in 700 Jahren hat die EU in 60 Jahren geschaffen. Die Schweiz hat Ihren „idealen Zustand“ erreicht und integriert auch heute noch, aber wächst nicht mehr an Gebiet. Die EU ist noch im Wachstum begriffen und wird den „idealen Zustand“ erst in wenigen Jahrzehnten erreichen. Die EU kann vieles von der Schweiz lernen, wenn Sie die Schweizer Geschichte betrachtet.
Zum Abschluss
Die Verflechtung mit der EU steigt praktisch täglich. Je grösser die EU wird, desto weniger relevant, wird die Schweiz für die EU. Bereits heute ist das Verhältnis EU Schweiz (27:1) mit dem Verhältnis Schweiz Liechtenstein (26:1) vergleichbar, in Bevölkerungsrelationen: 497 Mio Einwohner in der EU zu 7.6 Mio Einwohner in der Schweiz zu 36 000 Einwohnern in Liechtenstein.
Gestern abend wurden die Preise an die besten schweizer Webseite (Best of Swiss Web) verliehen. Unter anderen, das meiste sind Redesigns, fällt oSkope.com aus dem Rahmen. oSkope.com bezeichnet sich als visuelle Suche, d.h. inerhalb einer Kategorie oder eines Begriffes erscheinen Bilder der gewünschten Quelle, nach denen dann gesucht werden kann. Am besten selber ausprobieren:
oSkope ist für mich ein neuer Massstab in Usability, und sehr intuitiv zu bedienen . Es hilft beim Stöbern inBildern und macht viel Spass.
Konzeptionell ist oSkope im Prinzip ein Suchebene, die über eine bestehende Webseite gestülpt wird. Im Moment sind das die grossen Ebay, Amazon, Youtube, Flickr, die ein eine offene Schnittstelle anbieten, wo jeder auf die Daten darstellen kann.
Spannend wird oSkope, wenn es in E-Commerce Plattformen als weitere Suchform integriert wird. Ich stelle mir das so vor:Ich gehe z.B. auf Webshop y, auf der Frontseite ist ein Feld mit oSkope, ich klicke drauf, das Feld vergössert sich bis es knapp den ganzen Bildschirm füllt. Ich stöbere innerhalb von oSkope in den Produkten und lege die gefundenen in den Warenkorb, sobald ich genug habe, schliesse ich oskope und kaufe die Produkte. Ich schätze, das die Verweildauer innerhalb des Shops durch Oskope.com dupliziert werden kann.
Die meisten Webshops heute sind technisch top, aber die Usability stammt häufig noch aus der Zeit als man noch einen Kaffee holen ging, wenn ein Bild geladen wurde. oSkope.com beweist, das in Webshops suchen, Spass machen könnte.
Wer sich oSkope gerne bei sich integrieren würde, melde sich bitte bei oskopemedia.
Bin gespannt, wer Webshop oSkope zuerst integriert hat.
Bruno
Wichtiger Hinweis: Christoph Schifferli, der Kopf hinter oSkope.com, ist ein guter Freund von mir.
Hier eine Tagwolke (Stichworte, je grösser desto häufiger, desto wichtiger) zum Begriff Web2.0.(via Wikipedia)
Web 2.0 verändert die klassische Rollenverteilung von Produzenten und Konsumeten zum Prosumer, wo der einzelne sowohl Produzent wie auch Konsument in einem ist. Ich denke, das im Web2.0 Möglichkeiten enthalten sind, die aus dem Internet in die reale Überschwappen werden. Aber dazu ein ander Mal.